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Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Ziel(e)

  • Implementierung eines flächendeckenden, bevölkerungsbezogenen und qualitätsgesicherten Brustkrebs-Früherkennungsprogramm
  • Erhöhung der Transparenz im Hinblick auf die geschlechtsspezifische Verteilung der Krankheiten durch Auswertung der Daten betreffend
  • Brustkrebs
  • richtige und rasche Diagnose zur Senkung der Brustkrebssterblichkeit
  • Verbesserung der Lebensqualität von Erkrankten
  • Stärkung der Frauen im Bereich der Gesundheitsvorsorge sowie Abbau von Benachteiligungen von Frauen im Zugang zu
  • Gesundheitsleistungen
  • Erhöhung der Teilnahmeanzahl an der Brustkrebs- Früherkennungsuntersuchung
  • Erreichen von Frauen mit Migrationshintergrund

Zielgruppe(n)

Das geplante Brustkrebsfrüherkennungs-Programm sieht vor, dass alle Frauen in der Altersgruppe zwischen 45 und 69 (in dieser Altersklasse besteht das beste Nutzen-Risiko-Verhältnis und ist auch durch internationale Studien belegt) einen Einladungsbrief erhalten. Dieser Brief gilt als Überweisung und ermöglicht eine wohnortnahe Untersuchung in dafür qualifizierten Röntgen-Ordinationen oder Instituten. Frauen im Alter von 40 bis 44 Jahren und ab 70 Jahren werden nicht aktiv eingeladen, haben aber natürlich die Möglichkeit, am Früherkennungsprogramm teilzunehmen. Frauen mit klinischen Symptomen (z.B.: Entzündung, Knoten…) oder genetischen Vorbelastungen haben über Zuweisung durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt Anspruch auf eine Mammographie außerhalb des Screening- Programms, aber nach den gleichen Qualitätsstandards.

Inhalt

2014 startete wird auch in Österreich ein flächendeckendes, bevölkerungsbezogenes und qualitätsgesichertes Brustkrebs-Früherkennungsprogramm. Diese Maßnahme zur Früherkennung von Brustkrebs berücksichtigt bewusst Frauen, um diese im Sinne des Gender Mainstreaming, im Bereich des Gesundheitswesens zu stärken und Benachteiligungen abzubauen. Für Frauen soll damit, im gleichen Ausmaß wie Männer, ein Zugang und eine Teilnahme an den Leistungen der Gesundheitsvorsorge gewährleistet sein. Somit steht dieses Projekt im Zeichen des Empowerment der Frauen und möchte den, durch vergangene Initiativen auf Männer gesetzten Schwerpunkt und das damit entstanden Ungleichgewicht, abbauen. Ein besonderes Augenmerk wird auf Frauen mit Migrationshintergrund gelegt, um diese, bis jetzt oftmals vernachlässigte Gruppe, bewusst zu stärken. Um einen niederschwelligen Zugang zu der Früherkennungsuntersuchung für diese Bevölkerungsgruppe zu garantieren, wird der Einladungsbrief auch in den anerkannten Minderheitssprachen versendet. Das neue Screening Programm soll somit mehr Frauen als bisher eine qualitätsgesicherte Früherkennungsuntersuchung ermöglichen und ersetzt das bisher übliche opportunistische Screening. Mit der Einführung des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms folgt Österreich den Empfehlungen der EU-GesundheitsministerInnen. Es basiert auf Qualitätsstandards, die von der Gesundheit Österreich GmbH/Geschäftsbereich BIQG verfasst wurden.

Das Programm kann teilnehmenden Frauen hohe Qualität in den folgenden Bereichen bieten:

  • Doppelbefundung von Mammographien, festgelegte Kriterien für eine zusätzliche Ultraschall-Untersuchung
  • technische Prüfung der eingesetzten Geräte
  • Mindestfallzahlen von Mammographie-Befundungen der involvierten Ärztinnen/Ärzte
  • spezielle Schulungen des medizinischen Personals
  • transparente Dokumentation zur begleitenden Qualitätsprüfung etc.
  • informierte Entscheidung der Frauen für eine Teilnahme am Programm.

Ergebnisse

Die 5 angestrebten Ergebnisse des neuen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms sind:

  • Die Senkung der Brustkrebssterblichkeit, durch eine Steigerung der teilnehmenden Frauen mit besonderem Schwerpunkt auf Migrantinnen und Randgruppen,
  • verbesserte Heilungschancen und schonendere Therapieverfahren durch Früherkennung von Karzinomen,
  • die Verbesserung der Lebensqualität der von Brustkrebs betroffenen Frauen durch ein standardisiertes, qualitätsgesichertes Abklärungsverfahren,
  • Erhöhung des Anteils an brusterhaltenden Operationen und
  • Gewährleistung, dass der Nutzen der Brustkrebsfrüherkennung einen möglichen Schaden überwiegt.

Projektinformationen

Organisation:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
Projektzeitraum:
seit Januar 2014
Themenbereich(e):
Gesundheit, Wissenschaft, Schule und berufliche Bildung
Art der Maßnahme(n):
Legislative Maßnahme, Budgetäre Maßnahme, Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahme, Informations- und Bewusstseinsmaßnahme, Öffentlichkeitsarbeit, Statistik, Analyse und Forschung
Projektauswirkung:
extern
Projektdurchführung:
extern
Kontakt:

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
III/2
Doktorin Arrouas Magdalena
E-Mail: magdalena.arrouas@bmgf.gv.at             

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
Büro d. BM
Doktorin Angel Birgit
E-Mail: birgit.angel@bmgf.gv.at        

CCIV - Competence Center Integrierte Versorgung
Magistra Eger Karin
E-Mail: office-cciv@wgkk.at