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Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld

Ziel(e)

Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld (ea KBG) wurde 2010 als weitere Bezugsvariante des Kinderbetreuungsgeldes eingeführt. Ziel des ea KBG ist die Erhöhung der Wahlfreiheit für erwerbsorientierte Eltern mit der Intention, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, sowie die Väterbeteiligung zu stärken.

Zielgruppe(n)

(gut verdienende) Mütter und Väter.

Inhalt

Das ea KBG kann bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile 426 Tage ab Geburt des Kindes bezogen werden, wovon 61 Tage als Partnertage dem zweiten Elternteil unübertragbar vorbehalten sind. Die Bezugshöhe beträgt 80% der Letzteinkünfte - max. 66 Euro täglich (rund 2.000 Euro monatlich). Da das ea KBG eine Art Einkommensersatz ist, ist ein Zuverdienst nur im Ausmaß von derzeit 6.800 Euro pro Kalenderjahr zulässig. Berücksichtigt werden nur die Einkünfte desjenigen Elternteils, der das KBG bezieht. Die Eltern können beim ersten Wechsel bis zu 31 Tagen parallel KBG beziehen.
Partnerschaftsbonus: Haben die Eltern das Kinderbetreuungsgeld zu annähernd gleichen Teilen (50:50 bis 60:40) und mindestens je 124 Tage rechtmäßig und tatsächlich bezogen, so gebührt jedem Elternteil auf Antrag ein Partnerschaftsbonus in Höhe von je 500 Euro (Einmalzahlung).

Ergebnisse

Folgende Ergebnisse aus Evaluierungen liegen vor:

  • Frauen in den Kurzvarianten steigen früher wieder in den Erwerb ein, als Frauen in den längeren Varianten.
  • Mit zunehmender Länge der gewählten KBG-Variante nimmt die Wahrscheinlichkeit linear ab, nach der Geburt des jüngsten Kindes wieder in einer leitenden Position zu sein.
  • Unabhängig von der gewählten KBG-Variante reduzieren Frauen beim (Wieder-)Einstieg die wöchentliche Normalarbeitszeit deutlich.
  • Je länger der Erwerbsausstieg, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem anderen Arbeitgeber als vor der Geburt des jüngsten Kindes zu arbeiten.
  • Den stärksten Reformbedarf sehen die Befragten beim derzeitigen System in der Wechselmöglichkeit zwischen den einzelnen KBG-Bezugsvarianten sowie in der Schaffung von mehr Anreizen für Väter am KBG-Bezug.
  • Einen finanziellen Bonus für Paare, die sich den KBG-Bezug zu gleichen Teilen untereinander aufteilen, hält die überwiegende Mehrheit der Befragten für eine sehr bzw. eher gute Idee.

Projektinformationen

Organisation:
Bundeskanzleramt
Projektzeitraum:
seit Januar 2010
Themenbereich(e):
Arbeitsmarkt, Arbeitsschutz, Soziales, Konsumentenschutz, Vereinbarkeit, Familie und Jugend
Art der Maßnahme(n):
Legislative Maßnahme
Projektauswirkung:
extern
Projektdurchführung:
intern mit externer Unterstützung
Kontakt:

Bundeskanzleramt
Sektion V - Familien und Jugend
Abteilung V/3
Magistra Gaube Regine
E-Mail: regine.gaube@bka.gv.at

Links:
Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld