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Förderung von Gender-Kompetenz in der LehrerInnenbildung und Schulentwicklung sowie bei SchulleiterInnen

Ziel(e)

  • Umsetzung der Maßnahme 3 des Nationalen Aktionsplans „Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt“: Förderung von Gender-Kompetenz in der LehrerInnenbildung und Schulentwicklung sowie bei SchulleiterInnen.
  • Professionalisierung zentraler AkteurInnen im Bildungssystem (Bereich Schule) durch erhöhte Reflexion und Kompetenzaufbau im Umgang mit Gender und Diversität, um letztlich Handlungsoptionen für alle zu erweitern und um bestehende benachteiligende Ungleichheiten zu minimieren.
  • Der verstärkte Aufbau von Gender-Diversitätskompetenz im Bildungsbereich schafft eine wichtige Basis für die Analyse der Hintergründe für geschlechterbezogene Segregationen/gaps, wodurch auch ein Beitrag zum Abbau von Benachteiligungen von Mädchen/Frauen in jenen Schularten geleistet werden kann, in denen sie unterrepräsentiert sind.

Zielgruppe(n)

Weibliche und männliche AkteurInnen im Bildungssystem.

Inhalt

  • Im Zuge der Novellierung des Hochschulgesetzes (2010) wurden im § 9 weitere leitende Grundsätze aufgenommen, die von den Pädagogischen Hochschulen zu beachten sind: "Gender- und Diversity-Kompetenz“, weiters: "Die Pädagogischen Hochschulen haben bei der Erfüllung ihrer Aufgaben die Strategie des Gender Mainstreaming anzuwenden und die Ergebnisse im Bereich der Gender Studies und der gendersensiblen Didaktik zu berücksichtigen.“
  • Seminare für SchulentwicklungsberaterInnen zum Thema "Gender-Kompetenz" fanden in Kooperation mit der PH Tirol und Burgenland statt.
  • Gender-Screenings der Ziel- und Leistungspläne der Pädagogischen Hochschulen wurden durchgeführt (Analyse hinsichtlich des Vorkommens von Gender Mainstreaming).
  • Pilotseminare für SchulleiterInnen zum Thema "Gender- und Diversity-Management" mit der Pädagogischen Hochschule Steiermark wurden durchgeführt.
  • Zur Integration in schulische Qualitätsmanagementsysteme wurden spezifische Evaluierungsinstrumente zum Thema "Gendergerechter Unterricht" (Fragebogen für SchülerInnen und für Lehrende) entwickelt und ins QIBB-System für die berufsbildenden Schulen implementiert. Seminare für Gender-Beauftragte (s.u.) und QIBB-Beauftragte wurden durchgeführt mit dem Ziel, ein Modell zur Zusammenarbeit der beiden Akteure zu entwickeln.
  • Unterstützung der Vernetzung der GM-Beauftragten an Pädagogischen Hochschulen (Arbeitstagungen).
  • Erstellung eines Empfehlungspapiers hinsichtlich einer besseren Verankerung des Aufgabenfeldes "Gender Mainstreaming, Gender-Diversitätskompetenz und Gender-Studies" in der "PädagogInnenbildung neu".
  • Weiterqualifizierungsangebote im Bereich "Gender- und Diversity-Kompetenz/Gender-Mainstreaming/Gender-Studies" für Bedienstete und Lehrende an den PH und Durchführung eines bundesweiten Forschungsworkshops zur Nachwuchsförderung im Bereich Geschlechterforschung.
  • Forschungsbasiertes bundesweites Trainingsprojekt "reflect" mit 6 ECTS für PraxislehrerInnen (32 TeilnehmerInnen) zum Thema "Reflektierte Koedukation und Gender-Kompetenz" der Universität Wien (Professorin Doktorin Christiane Spiel) im Auftrag des BMUKK, BKA-Frauen, BMVIT und BMASK.
  • An allen Neuen Mittelschulen wurden "Gender-Beauftragte" nominiert (Vorgabe durch BMUKK), ebenso an den humanberuflichen Schulen in Wien. Für diese wurden Qualifizierungsseminare - sog. "Basiskurse für Gender-Beauftragte" durchgeführt. Über www.edumoodle/nms wird dieser Personenkreis mit genderspezifischen Basisinfos, Veranstaltungstipps und monatliche elektronische Newsletter versorgt.
  • Fortführung des Gender-Netzwerks im Rahmen des BMUKK-Projekts "IMST" ("Innovationen machen Schulen top") und dadurch Förderung der Angebote für LehrerInnen und MultiplikatorInnen, ihren Unterricht (v.a. in den MINT-Fächern) auch hinsichtlich des professionellen Umgangs mit Gender und Diversität zu reflektieren.
  • Train-the-Trainer-Maßnahme "Gender-Diversity-Kompetenz" und Fallstudien im Rahmen der PFL-Lehrgänge (Weiterqualifizierungen im Bereich Fachdidaktik für LehrerInnen in den Bildungsstandards-Fächern). Die PFL (Pädagogik und Fachdidaktik für LehrerInnen)-Lehrgänge dienen zur Weiterqualifikation von Lehrkräften in den Bereichen Fachdidaktik und Pädagogik, unter besonderer Berücksichtigung von Bildungsstandards und kompetenzorientiertem Unterricht und dem damit erforderlich konstruktiven Umgang mit Vielfalt, Kommunikation und Kooperation sowie Qualitätsevaluation und Qualitätsentwicklung des Unterrichts.
  • Ein Leitfaden für SchulentwicklungsberaterInnen wurde erstellt und Seminare für SchulentwicklungsberaterInnen zum Thema "Gender-Kompetenz" wurden in Kooperation mit den Pädagogischen Hochschulen Tirol und Burgenland durchgeführt.

Projektinformationen

Organisation:
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Projektzeitraum:
seit Januar 2009
Themenbereich(e):
Arbeitsmarkt, Arbeitsschutz, Soziales, Konsumentenschutz, Öffentlicher Dienst, Wissenschaft, Schule und berufliche Bildung
Art der Maßnahme(n):
Legislative Maßnahme, Budgetäre Maßnahme, Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahme, Organisations- und Personalentwicklungsmaßnahme, Informations- und Bewusstseinsmaßnahme, Öffentlichkeitsarbeit, Statistik, Analyse und Forschung
Projektauswirkung:
intern, extern
Projektdurchführung:
intern mit externer Unterstützung
Kontakt:

Bundesministerium für Bildung
Abteilung Gender Mainstreaming
Magistra Tschenett Roswitha
E-Mail: roswitha.tschenett@bmb.gv.at

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