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"PERSPEKTIVE:ARBEIT – Ökonomisches und soziales Empowerment von gewaltbetroffenen Frauen"

Ziel(e)

Qualifizierung für und Vermittlung in nachhaltige, existenzsichernde Beschäftigung von gewaltbetroffenen Frauen. Die Klientinnen werden in ihrer persönlichen, sozialen und wirtschaftliche Eigenständigkeit so gestärkt, dass sie erfolgreich in Beschäftigung vermittelt werden und diese auch halten können. Damit soll ein dauerhafter Ausstieg aus der Gewaltbeziehung für sie und ihre Kinder ermöglicht werden, denn wirtschaftliche und soziale Abhängigkeit ist einer der Hauptgründe, warum Frauen immer wieder in das gewalttätige Umfeld zurückkehren und die Gewaltbeziehung nicht beenden können. PERSPEKTIVE:ARBEIT wurde 2015 bis 2018 als erster österreichischer Social Impact Bond geführt und wird nun aufgrund der großen Nachfrage und des beachtlichen Erfolgs vom BMASGK weiter gefördert. Ziel ist es, das Projekt dauerhaft in Oberösterreich zu verankern und auf andere Bundesländer auszurollen.

Zielgruppe(n)

Gewaltbetroffene Frauen und ihre mit-betroffenen Kinder in Oberösterreich

Inhalt

Angeboten wird eine ganzheitliche Betreuung, um gewaltbetroffenen Frauen beim (Wieder-)Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt und in prekären Arbeitssituationen zu unterstützen: Qualifizierte Sozialarbeiterinnen gehen auf die Lebenssituation der Teilnehmerin ein und erarbeiten mit ihr persönliche und berufliche Ziele (Arbeitssuche, Berufsorientierung, Bewerbungsstrategien, Aus- und Weiterbildungen, Existenzsicherung, Kinderbetreuung, Wohnsituation, Mobilität etc.). Psychosoziale Betreuung, Qualifizierung und Jobcoaching werden darauf abgestimmt und es wird auf bestehende Programme zurückgegriffen, anstatt Parallelstrukturen aufzubauen. Sobald die Teilnehmerin einen Arbeitsplatz hat, kann sie bis zu 3 Monate nachbetreut werden, damit kurzfristig auftretende Probleme schnell und unbürokratisch gelöst werden können. Umgesetzt wird PERSPEKTIVE:ARBEIT vom Gewaltschutzzentrum Oberösterreich. Das Projekt unterstützt gewaltbetroffene Frauen ab 15 Jahren im Bundesland Oberösterreich, die in Kontakt zu einem Frauenhaus oder dem Gewaltschutzzentrum in Oberösterreich stehen, in Österreich arbeits- u. aufenthaltsberechtigt sind, über kein existenzsicherndes Einkommen verfügen oder Gefahr laufen, bedingt durch die Gewalterfahrung, den Arbeitsplatz zu verlieren. Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig und kostenlos.

Ergebnisse

Im Zeitraum des Pilotprojektes (2015-2018) wurden insgesamt 311 Frauen mit ihren 430 Kindern von PERSPEKTIVE:ARBEIT betreut und auf dem Weg in ein selbstbestimmtes, sicheres Leben unterstützt. 182 Frauen fanden am ersten Arbeitsmarkt eine Beschäftigung, 16 am zweiten Arbeitsmarkt und 29 Frauen haben mit Ausbildungen und Qualifizierungen den Grundstein für ihre berufliche Integration gelegt. Im derzeit laufenden Projekt, im Zeitraum von 1.12.2018 bis 1.6.2019, befanden sich 76 Klientinnen im Programm, davon 10 in der Einstiegsphase, 31 im Jobcoaching, 15 in Qualifizierungs- und Ausbildungsmaßnahmen und 20 sind bereits am ersten Arbeitsmarkt.

Projektinformationen

Organisation:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Projektzeitraum:
unbekannt
Themenbereich(e):
Arbeitsmarkt, Arbeitsschutz, Soziales, Konsumentenschutz, Frauen und Gleichstellung, Gewalt, Sexismus
Art der Maßnahme(n):
Budgetäre Maßnahme, Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahme, Informations- und Bewusstseinsmaßnahme, Öffentlichkeitsarbeit
Projektauswirkung:
extern
Projektdurchführung:
extern
Kontakt:

Sozialministerium
V/B/3
AL Mag.a Bierbaumer Sylvia
E-Mail: sylvia.bierbaumer@sozialministerium.at 

Sozialministerium
V/B/3
Mag.a Miklautz Eva
E-Mail: eva.miklautz@sozialministerium.at

Links:
First Social Impact Bond Launched in Austria